{"id":233,"date":"2011-03-04T17:13:25","date_gmt":"2011-03-04T16:13:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.virtuellespielewelten.de\/?page_id=233"},"modified":"2014-06-29T09:54:08","modified_gmt":"2014-06-29T08:54:08","slug":"auswertung-der-untersuchung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/lordkhan.homelinux.org\/virtuellespielewelten\/?page_id=233","title":{"rendered":"Auswertung der Untersuchung"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem die Umfrage durchgef\u00fchrt worden ist, m\u00fcssen die erfassten Daten ausgewertet werden. Dabei liegt der erste Schritt in der Aufbereitung der erhaltenen Antworten. Anschlie\u00dfend m\u00fcssen die aufbereiteten Daten ausgewertet und dargestellt werden.<\/p>\n<h2>Aufbereitung der Daten<\/h2>\n<p>Bei   dieser Umfrage werden nur vollst\u00e4ndig ausgef\u00fcllte Frageb\u00f6gen ber\u00fccksichtigt, damit eine einheitliche Datenbasis verglichen wird und evtl. gestartete, aber wieder abgebrochene und sp\u00e4ter wiederholte Vorg\u00e4nge nicht mehrfach gewertet werden. Zudem sind nur teilweise ausgef\u00fcllte Frageb\u00f6gen f\u00fcr eine Auswertung unbrauchbar. Ein weiteres Kriterium bei der Kontrolle ist die Beurteilung der Antworten: Hier sollen offensichtlich nicht ernst gemeinte oder unbeabsichtigt falsch gegebene Antworten unber\u00fccksichtigt bleiben, damit das Ergebnis nicht verf\u00e4lscht wird. Ein Kriterium hier sind im Vergleich zum Mittel deutlich zu hohe Werte bei Zahlenangaben oder abwegige Bemerkungen bei Kommentaren oder offenen Fragen. Da es offene Pflichtfragen gibt, besteht das Risiko, dass Teilnehmer etwas eintragen, damit die Frage durch das Programm als beantwortet gewertet wird (z.B. Buchstaben- oder Zahlenkombinationen). Beachtet wird bei der Beurteilung, dass die nicht ber\u00fccksichtigten Antworten eindeutig nicht ernst gemeint oder  fehlerhaft sein m\u00fcssen. Solange die Antworten im Bereich des M\u00f6glichen liegen,  werden sie beachtet<a name=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a>. Jeder beantwortete Fragebogen erh\u00e4lt lediglich eine ID (Identifikationsnummer) und keinerlei eindeutig dem Befragten zuzuordnenden Daten. Die Daten werden \u00fcber <em>LimeSurvey<\/em> als Excel-Tabelle zur weiteren Bearbeitung exportiert. Au\u00dferdem werden die erhobenen Daten auf dem bereitgestellten Server auf Dauer gespeichert und zus\u00e4tzlich auf anderen Systemen bzw. Medien gesichert (CD-ROM, externe Festplatte).<\/p>\n<h2>Auswertung der Daten<\/h2>\n<p>Zur Auswertung der geschlossenen Fragen (quantitative Auswertung) wird <em>LimeSurvey<\/em> verwendet, da es bereits viele M\u00f6glichkeiten der Filterung und Darstellung bietet. Die durch <em>LimeSurvey<\/em> gefilterten Daten werden als Excel-Tabelle exportiert und dort grafisch aufbereitet. Zur Auswertung der offenen Fragen (qualitative  Auswertung) wird das Programm <em>MAXQDA<\/em> (VERBI Software. Consult. Sozialforschung. GmbH) verwendet<a name=\"_ftnref2\" href=\"#_ftn2\">[2]<\/a>. <em>MAXQDA<\/em> ist ein Programm, das speziell f\u00fcr die Auswertung qualitativer Daten geschrieben worden ist und mittlerweile bereits in Version 10 zur Verf\u00fcgung steht<a name=\"_ftnref3\" href=\"#_ftn3\">[3]<\/a>. Die als Excel-Tabelle exportierten Daten k\u00f6nnen nach einer Umformatierung in <em>MAXQDA<\/em> zur weiteren Analyse importiert werden.<\/p>\n<p>Bei der Auswertung der Daten wird hier nicht stringent nach quantitativen und qualitativen Daten getrennt. Dies liegt in der Art der Befragung begr\u00fcndet, da bestimmte Fragen einen Kommentar erm\u00f6glichen (halboffene Fragen), so dass in einigen F\u00e4llen ein direkter Bezug zwischen   quantitativen und qualitativen Daten besteht. Bei einer strikten   Trennung beider Daten w\u00fcrde die \u00dcbersichtlichkeit vermindert werden. Dies betrifft nicht die Auswertung der offenen Fragen: Diese wird erst nach der Vorstellung der quantitativen Daten erfolgen. F\u00fcr die Auswertung der qualitativen Daten werden Kategorien definiert, die sich teilweise aus den vorab festgelegten Teilen des Fragebogens und teilweise aus den gegebenen Antworten herleiten. Damit wird sowohl die deduktive als auch die induktive Vorgehensweise bei der Kategorienbildung verfolgt<a name=\"_ftnref4\" href=\"#_ftn4\">[4]<\/a>. Die deduktive Vorgehensweise begr\u00fcndet sich aus den zugrunde liegenden Modellen von Fritz und D\u00f6rner und der damit verbundenen Sichtweise auf die Daten. Die induktive Vorgehensweise soll sicherstellen, dass nicht vorhergesehene Kategorien ebenfalls ber\u00fccksichtigt werden. Dabei muss beachtet werden, dass neben den hier definierten Kategorien auch, je nach Fokus der Untersuchung, weitere Kategorien definiert werden k\u00f6nnten. Bei der Einteilung der qualitativen Daten werden Mehrfachnennungen eines Befragten nur einfach gewertet. Antworten auf eine Frage, die einen Bezug zu einer anderen Frage bzw. Kategorie besitzen, werden der richtigen Kategorie zugeordnet. Leere Antworten werden ebenfalls ber\u00fccksichtigt und Scherzantworten aufgrund ihrer Unbrauchbarkeit als leere Antwort gewertet.<\/p>\n<p>Folgende Kategorien inkl. Unterkategorien werden durch die deduktive und, nach erster Sichtung der qualitativen Daten, induktive Vorgehensweise gebildet:<\/p>\n<ul>\n<li>Merkmale komplexer Systeme\n<ul>\n<li>Anzahl der Elemente<\/li>\n<li>Dynamik<\/li>\n<li>Planung<\/li>\n<li>Beziehungsgeflecht<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>H\u00e4ufig genannte Begriffe<\/li>\n<li>Transfermodell<\/li>\n<\/ul>\n<hr size=\"1\" \/>\n<p>Weiter zur <a title=\"Vorstellung der quantitativen Daten\" href=\"https:\/\/lordkhan.homelinux.org\/virtuellespielewelten\/?page_id=377\" target=\"_self\">Vorstellung der quantitativen Daten<\/a><br \/>\nWeiter zur <a title=\"Vorstellung der qualitativen Daten\" href=\"https:\/\/lordkhan.homelinux.org\/virtuellespielewelten\/?page_id=411\" target=\"_self\">Vorstellung der qualitativen Daten<\/a><\/p>\n<hr size=\"1\" \/>\n<h2>Zusammenfassung<\/h2>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Befragten ist m\u00e4nnlich, im Alter von 21-30, Angestellter oder Student und bevorzugt Strategiespiele. Viele Spieler haben bereits vorherige Versionen der <em>Civilization<\/em>-Serie gespielt. <em>Civilization IV<\/em> halten die meisten Spieler f\u00fcr ein komplexes Spiel und viele k\u00f6nnen zumindest ein Kriterium (meist \u201eviele Elemente\u201c) komplexer Systeme im Spiel erkennen. Bei der Beschreibung, was allgemein komplexe Systeme ausmacht, benennen sogar noch mehr Befragte Kriterien komplexer Systeme.<\/p>\n<p>Durch <em>Civ IV<\/em> wird das Interesse an neuen Themen (haupts\u00e4chlich Geschichte) geweckt. Die Spieler sch\u00e4tzen das Spiel als geeignet ein, historische und\/oder politische Ereignisse n\u00e4her zu bringen. Allgemein wird das Lernpotenzial des Spieles sogar noch h\u00f6her eingesch\u00e4tzt. Hier fallen abermals der Bereich Geschichte, aber auch die Bereiche Taktik\/Strategie und Organisation\/Planung auf. Die \u00dcbertragung des Erlernten wird vor allem beim Thema Geschichte, z.B. auf den Unterricht, aber auch auf andere Computerspiele als wahrscheinlich angesehen. Im Gegensatz dazu sagen die meisten Spieler, dass im Spiel angewandte Handlungsmuster nur geringes Potenzial haben, auch au\u00dferhalb des Spiels angewandt zu werden. Lediglich bei anderen Computerspielen k\u00f6nnen \u00e4hnliche Handlungsmuster durch die Spieler erkannt werden.<\/p>\n<hr size=\"1\" \/>\n<p><a name=\"_ftn1\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> vgl. Kuckartz\/Ebert\/R\u00e4diker\/Stefer 2009, S.61f<br \/>\n<a name=\"_ftn2\" href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> <a title=\"MAXQDA\" href=\"http:\/\/www.maxqda.de\" target=\"_new\">www.maxqda.de<\/a><br \/>\n<a name=\"_ftn3\" href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> vgl. Bortz\/D\u00f6ring 2006, S. 752; vgl. Kuckartz\/Ebert\/R\u00e4diker\/Stefer 2009, S. 64f<br \/>\n<a name=\"_ftn4\" href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> vgl. Kuckartz\/Ebert\/R\u00e4diker\/Stefer 2009, S. 76ff<\/p>\n<hr size=\"1\" \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem die Umfrage durchgef\u00fchrt worden ist, m\u00fcssen die erfassten Daten ausgewertet werden. Dabei liegt der erste Schritt in der Aufbereitung der erhaltenen Antworten. Anschlie\u00dfend m\u00fcssen die aufbereiteten Daten ausgewertet und dargestellt werden. 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